Forschungsprojekte

Laufende Projekte:

”Der Coburger Weg”
(Wissenschaftliche Projektbegleitung des BMBF-geförderten Projekts der Hochschule Coburg, 2016-2020)
Die Begleitforschung zum „Coburger Weg” unterstützt das Projekt durch Methodenentwicklung für interdisziplinäre Lehr-Lern-Formate sowie durch Beratung und Begleitung zu Fragen der Evaluation und Didaktik. Die zweite Förderphase des „Coburger Wegs” beschäftigt sich insgesamt stärker mit didaktischen Fragestellungen.
Weitere Informationen dazu: http://www.studieren-in-coburg.de/

„Amateure, Spieler, Künstler. Individuelle Strategien im Umgang mit unternehmerischen Optimierungen”
(Anschubfinanzierung über die Forschungsförderung der Universität Mainz)
Erwerbsarbeit verändert sich grundlegend und auf mehreren Ebenen (strukturell, inhaltlich, branchenspezifisch usw.). Ein gemeinsames Element dieser unterschiedlichen Formen der Veränderung besteht darin, dass immer stärker projektbezogen gearbeitet wird. Hierzu ist es zum einen erforderlich, über bestimmte Kompetenzen zu verfügen und diese in einem Team oder für ein Projekt einzubringen; zum anderen resultiert aus einer zeitlich engeren Taktung teilweise ein veränderter Umgang mit diesen Anforderungen. Der einzelne Mitarbeitende kann sich beispielsweise voll einbringen, sein eigenes (Arbeits-)Leben diesem Takt anpassen, er kann sich bisweilen aber auch ironisch oder distanziert gegenüber diesen neuen Anforderungen verhalten, er kann sich spielerisch mit den Gegebenheiten arrangieren oder diese (künstlerisch) mitgestalten. Das Projekt fragt daher, ob und wie Mitarbeitende selbst diese neuen Optimierungen (u.a. Coaching, Projektarbeit, Formen der Arbeitsplatzgestaltung) wahrnehmen, wie sie sich zu diesen verhalten und wie sie mit diesen umgehen.

”Interdisziplinäre Kompetenzen - Begriff und Bedeutung”
(Anschubfinanzierung über die Forschungsförderung der Universität Mainz)
„Interdisziplinarität” und „interdisziplinäre Kompetenzen” erleben gegenwärtig eine Konjunktur. Die Begriffe tauchen dabei in aktuellen wissenschaftlichen, bildungspolitischen und öffentlichen Debatten auf. Dies hängt zu einem wesentlichen Teil mit der Strukturierung von Arbeitsaufgaben (u.a. Team- und Projektarbeit) zusammen. Neben solchen aus Arbeitszusammenhängen kommenden Begründungen finden sich aber auch politische Motive. Trotz oder gerade weil der Begriff schillert, fällt ihm eine gewisse Selbstverständlichkeit anheim. Unklar bleibt dabei auch, welches theoretische, empirische und praktische Potential sich im Begriff ausdrückt. Es ist daher dringend erforderlich, eine Verständigung über „interdisziplinäre Kompetenzen” herzustellen.

”Professionalität und Biographie"
In der Praxis der Erwachsenenbildung ist nicht nur wichtig, was man weiß und kann, sondern auch wie man ist, reagiert, sich verhält. Denn wir lehren, leiten und moderieren nicht nur durch das Was, sondern wesentlich auch durch das Wie. Die eigene Person spielt hier eine wesentliche Rolle. In der Verbindung von Theorie und Praxis soll dem Zusammenhang von professionellem Handeln und Biographie weiter nachgegangen warden. Dabei scheint Selbstreflexion ein zentrales Mittel, um sich seiner aktuellen und künftigen (beruflichen) Situation zu vergewissern und hieraus eine Perspektive zu gewinnen, die dazu verhilft, die eigene Biographie als Ressource zu sehen.

”Menschen pädagogisch optimieren"€
Immer mehr Menschen nehmen Angebote in den Bereichen Coaching und Beratung wahr, deren Schwerpunkte auf der Reflexion oder der Verbesserung der eigenen beruflichen Rolle bzw. der eigenen Person liegen. „Der Wunsch nach Selbstformung und entspringt einer als negativ bewerteten Diskrepanz zwischen (deskriptivem) Selbstbild und (normativem) Selbstentwurf” (Kipke 2012, S. 270). Wem oder was es nutzt, welche Akteure diese Appelle diktieren oder welche anthropologischen Grundannahmen, Subjektformen und Logiken dahinter verborgen sind, ist bislang wenig in den Blick genommen. Die damit verbundenen pädagogischen Mechanismen von Normierung und Optimierung werden erforscht.

”Kultur bildet, nur wozu?"€
Gibt es aber noch eigensinnige, widerständige, nicht-funktionale Bildung, denen Menschen nachgehen dürfen und können? Wie sieht sie aus, wie wird sie gesteuert? Gibt es einen ganz individuellen „Mehrwert des Lernens”, der auch den Programmverantwortlichen kultureller Erwachsenenbildung bewusst ist? Erforscht wird der subjektiv empfundenen Mehrwert (u.a. Lebensqualität, Lebenskunst, Glück) kultureller (insbesondere künstlerischer/kunsthandwerklicher) Kurse. Dies geschieht insbesondere durch qualitative Interviews mit Programmverantwortlichen in diesem Bereich.

Abgeschlossene Projekte:

„Selbstkompetenzen verstehen, sichtbar machen und fördern” (Habilitationsstudie)

„Kunst leben - Lebenskunst”. Zur Relevanz kultureller Erwachsenenbildung”
(Anschubfinanzierung über die uniinterne Forschungsförderung der Universität Mainz)

„Subjekt-Bildung: Formen der Subjektivierung in pädagogischen Feldern”
(Anschubfinanzierung über das ZBH Universität Mainz, gem. mit Prof`in Heide von Felden)

„Subjektivierung von Arbeit”
(Förderung durch FNK des wissenschaftlichen Nachwuchses, Otto-Friedrich Universität Bamberg, 2011-2012)

„Coburger Weg”
(wissenschaftliche Begleitforschung und Evaluation eines BMBF geförderten Projekts, gem. mit Prof. Walter Bender 2012-2014)